Herausforderung
Als die Pandemie die gesamte berufliche Arbeit ins Netz verlagerte, musste Nitor seine Präsenztrainings schnell auf ein digitales Format umstellen.
Lösung
Nitor nutzte Howspace anfangs nur zur Verteilung von Lernmaterialien und schöpfte das Potenzial der Plattform dann voll aus.
Ergebnisse
Als wegen der Pandemie plötzlich die gesamte berufliche Arbeit virtuell stattfinden musste, stellte das Digital-Engineering-Unternehmen Nitor alle Präsenztrainings schnell auf ein virtuelles Format um. Vor der Pandemie hatte Nitor nie Online-Coachings durchgeführt. Doch schon im ersten Corona-Jahr fanden mehr als hundert Online-Trainings statt.
„Howspace ist einer der wichtigsten Bausteine im Lerndesign unserer Trainings. Wir arbeiten gern mit Howspace, und unsere Kunden sind zufrieden damit. Nach und nach ist Howspace Teil fast aller unserer Trainings geworden“, sagt Suvi Myllykangas, Senior Lean-Agile Coach bei Nitor.
Die Howspace Academy brachte neue Ideen für die Nutzung der Plattform
Der Schritt von Präsenztraining und Coaching vor Ort hin zum virtuellen Format war eine große Veränderung, für das Unternehmen selbst wie für seine Kunden. Zu Beginn von COVID-19 wurden viele Trainings zunächst abgesagt, doch die Moderierenden bei Nitor begannen sofort, mit dem virtuellen Format zu experimentieren. Nach einigen Monaten mit Zoom und Mural beschloss Nitor, Howspace für die Moderation virtueller Trainingsprogramme zu prüfen.
„Vor dem Boom der Telearbeit haben wir Howspace vor allem zur Unterstützung von Präsenzschulungen genutzt, um Materialien zu verteilen. Die Funktionen der Plattform haben wir nur begrenzt eingesetzt. Ehrlich gesagt habe ich mich gefragt, warum wir überhaupt eine externe Materialsammlung nutzen“, erinnert sich Suvi.
„Es wurde aber so viel über Howspace gesprochen, dass ich beschloss, die Howspace Academy [ein Kurs zur digitalen Moderation für Howspace-Nutzende] zu besuchen und herauszufinden, was dieses Tool sonst noch kann. In der Academy war ich von dem, was ich gelernt und gesehen habe, völlig begeistert. Ich habe viele Ideen mitgenommen, und als ich sah, wie eingeschränkt wir Howspace bis dahin genutzt hatten, habe ich alle meine Kolleginnen und Kollegen ermutigt, es zu nutzen. Als ich selbst erlebt habe, wie sich ein moderierter Prozess aus Sicht der Teilnehmenden anfühlen kann, dachte ich, dass auch unsere Kunden davon profitieren könnten.“
Die 5 wichtigsten Vorteile digitaler Moderation für Lern- und Trainingsprogramme
Suvi und ihre Kollegin, Trainingsmanagerin Susu Kukkonen, nennen die fünf wichtigsten Vorteile, die Howspace und digitale Moderation Organisationen und Trainingsanbietern bringen.
1. Teilnehmende schon vor den Live-Trainings einbinden
Digitale Moderation beschleunigt den Einstieg ins Training. Das Eis brechen, die Kameras eingeschaltet halten, die müden Vorstellungsrunden: Diese Hürden schwinden, wenn die eigentliche Arbeit schon vor dem ersten Treffen beginnt.
„Heute bitten wir die Teilnehmenden immer, sich vor dem Live-Training vorzustellen und ihre Erwartungen zu teilen. So machen wir das ganze Team frühzeitig mit den Themen und den Regeln der Zusammenarbeit vertraut. In den ersten Online-Trainings dauerte diese Kennenlernphase 45 Minuten. Heute ist sie in der Live-Session in weniger als 5 Minuten erledigt, und wir kommen direkt zur Sache.“
Der neue, zügige Einstieg bindet die Teilnehmenden in den Prozess ein und richtet die Gruppe auf ihre gemeinsame Lernreise aus.
„So vermitteln wir den Teilnehmenden von Anfang an, dass die Verantwortung für die Aufgaben und das Lernen bei ihnen selbst und bei den anderen Teilnehmenden liegt. Die Aufgaben werden nicht für die Trainerinnen und Trainer erledigt, sondern für sich selbst und füreinander.“
2. Aktive Beteiligung fördern und das Selbstvertrauen der Teilnehmenden stärken
Bei der Neugestaltung seines Trainingsangebots hat Nitor großen Wert auf Lerndesign gelegt. Eines der Ziele ist es, den Teilnehmenden Wow-Erlebnisse zu bieten. Die Rolle der Lehrenden besteht darin, soziales Lernen zu ermöglichen.
„Informationen können sich Menschen heute jederzeit durch Lesen oder Podcasts aneignen. Wir möchten ihnen aber soziale, mitreißende und fesselnde Lernerlebnisse bieten, in denen jede und jeder als Lernende eine große, aktive Rolle spielt. Das stärkt auch das berufliche Selbstvertrauen der Teilnehmenden, weil sie Ideen und Tipps für ihre eigene Rolle austauschen können“, erklärt Suvi.
„Wenn sich jemand in der eigenen Rolle und mit den eigenen Aufgaben sicher fühlt, profitiert die ganze Organisation dahinter. Effizienz und Wohlbefinden steigen insgesamt, wenn Menschen lernen und sich in ihren Rollen wohlfühlen.“
3. Den Teilnehmenden helfen, das Gelernte im Arbeitsalltag anzuwenden
Der Wert der Online-Trainings von Nitor zeigt sich laut Suvi darin, dass das Gelernte im Alltag der Teilnehmenden Wurzeln schlägt.
Wenn Menschen auf Howspace Fragen stellen und Erfahrungen teilen, entstehen neue Diskussionen, und sie kommen zurück, um ihr Wissen mit anderen zu teilen, auch nach dem Ende des Trainingsprogramms.
„Früher waren die Menschen in den Workshops voller Energie. Sie brannten darauf, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Uns fehlten damals aber die Mittel, sie bei der Anwendung im Alltag zu unterstützen. Heute stellen wir fest, dass die Energie auch nach den Trainings deutlich länger anhält.“
„Wenn unsere Teilnehmenden über das Gelernte und Erlebte nachdenken, Aktionspläne erstellen und überlegen, wie sie die Erkenntnisse in ihrer eigenen Arbeit anwenden können, gerät nicht so schnell etwas in Vergessenheit.“
4. Die gesamte Lernreise an einem gemeinsamen Ort abbilden
Das gesamte Trainingsprogramm an einem Ort abzubilden, ist laut Suvi und Susu entscheidend, um die Arbeit der Teilnehmenden zu erleichtern und das Training zu koordinieren. In einer störungsfreien digitalen Umgebung teilen die Teilnehmenden ihr Wissen und bearbeiten Aufgaben, die eng mit ihrem Arbeitsalltag zusammenhängen. So wenden sie das Gelernte an und behalten es besser.
„Die Trainingstage sollen nicht die einzigen Momente sein, in denen man zusammenkommt und die Trainerinnen und Trainer den Teilnehmenden einfach die Themen präsentieren. Unser Ziel ist ein Lernen, das im eigenen Tempo stattfindet, auch außerhalb der eigentlichen Trainingstage“, betont Suvi.
„Mit Howspace konnten wir unser Trainingsangebot vereinheitlichen, und unsere Services tragen wirklich unsere Handschrift. Die Plattform bündelt alle Informationen an einem Ort, sodass Kommunikation und Planung mit den Kunden reibungslos laufen. Wir sorgen nur dafür, dass alle den Weg in den Workspace finden und das Erlebnis über das gesamte Programm hinweg stimmig bleibt“, ergänzt Susu.
5. Menschen aus aller Welt gemeinsam lernen lassen
Nitor betreut Kunden auf der ganzen Welt. Seit der Pandemie hat die Digitalisierung von Bildungsangeboten immer mehr globale Unternehmen ins Spiel gebracht. Bei Nitor nehmen heute Menschen von verschiedenen Kontinenten an Trainings teil, manche sogar mitten in der Nacht.
„Unsere Kunden sind finnische, global tätige Organisationen, die jetzt auch ihre internationalen Mitarbeitenden in Trainings einbeziehen können. Wenn Reisen eingeschränkt sind, haben sich die Menschen daran gewöhnt, sich auch aus der Ferne noch flexibler zu begegnen“, freut sich Suvi.